Wie Sie eine richtig gute Bewerbung schreiben – und zwar ohne Mustervorlagen

Schön, dass Sie da sind. Bevor ich Ihnen erkläre, wie Sie eine gute Bewerbung schreiben, möchte ich erst einmal Danke sagen!

Im Gegensatz zu vielen anderen Bewerbungsschreibern wollen Sie wirklich wissen, wie Sie sich richtig bewerben und suchen offenbar nicht (mehr) nach Mustervorlagen. Das freut mich nicht nur, sondern ich bin auch davon überzeugt, dass für jede Bewerbung, die mit „mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen und bewerbe mich hiermit als…“ beginnt, irgendwo ein Mensch in der Personalabteilung schlafend vom Stuhl fällt und sich schwere Verletzungen zuzieht. Dass Sie heute hier sind und es besser machen wollen, rettet also Leben! 😉

Aber jetzt mal im Ernst: Ich verstehe sehr gut, warum so viele Menschen am Schreiben einer guten Bewerbung verzweifeln. Es gibt wirklich viel zu beachten, wenn es um Anschreiben, Lebenslauf und Co. geht. Und überall lauern Risiken und Fehler, die gravierende Folgen haben können und jeder rät einem etwas anderes. Es ist zum Haare raufen.
 
Es ist also völlig nachvollziehbar, nach einer schnellen Lösung zu suchen. Das Problem mit Mustern ist allerdings: Sie können nur allgemeine Anhaltspunkte liefern, helfen Ihnen aber im Bewerbungsprozess nicht wirklich weiter.
 
Vorlagen sind meist so konzipiert, dass sie für jeden ein bisschen passen, aber für niemanden so richtig. Sie sind aber einzigartig und Ihre Bewerbung sollte genauso individuell sein wie Sie und Ihre Geschichte. Eine vorgefertigte Bewerbung, die immer passt, bringt Ihre Persönlichkeit nicht zum Ausdruck und hebt sich darum nicht von anderen Bewerbungen ab. Und landet wahrscheinlich im Papierkorb – obwohl Sie vielleicht genau die richtige Person für den Job gewesen wären.
 
Genau DAS gilt es zu vermeiden und daher freue ich mich wirklich sehr, dass Sie schon bis hierhin gekommen sind. Wenn Sie jetzt noch ein bisschen durchhalten und weiterlesen, kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. Zumindest sind Sie Ihrer Konkurrenz jetzt schon einen großen Schritt voraus! Wenn Sie mich danach gar nicht mehr brauchen, freue ich mich sehr und bin darüber nicht wirklich traurig. Am Ende des Tages ist es mein Ziel, dass Sie einen Job bekommen, in dem Sie glücklich sind und nicht, dass ich Ihnen eine Rechnung schreiben kann. Beides ist aber natürlich auch schön. Keine Frage.
 
Auf meinem Blog erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um eine gute Bewerbung zu schreiben. Ich teile mit Ihnen mein Wissen und meine Erfahrung, die ich Laufe meines Studiums, meiner Forschung und meiner Tätigkeit als Bewerbungscoach gesammelt habe.
 
Denken Sie aber immer daran: Es gibt zwar bestimmte Richtlinien, Formalia und Dos & Don’ts beim Schreiben von Bewerbungen. Aber es gibt nicht nur den einen richtigen Weg. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom und mit ein bisschen Hilfe und Orientierung finden Sie Ihre eigene Richtung. Denn mit einer authentischen Bewerbung, die nach IHNEN klingt und nicht nach Google-Suchmaschine und standardisierten Texten aus dem Bewerbungs-Generator.

Aufbau einer guten Bewerbung

Als Einstieg gebe ich Ihnen in diesem Artikel einen Überblick darüber, auf was es bei einer guten Bewerbung ankommt, welche Bestandteile dazugehören und welche Funktion sie haben. Bald werden weitere Artikel dazukommen – zum Beispiel über die einzelnen Teile einer Bewerbung – und ich tauche mit Ihnen tiefer in die Materie des Bewerbungsschreibens ein. Schauen Sie also immer mal wieder vorbei, damit Sie keinen Artikel verpassen.
 
Starten wir mit den wichtigsten Elementen der meisten Bewerbungsunterlagen.

Eine Bewerbungsmappe umfasst i.d.R. immer

  • das Bewerbungsanschreiben, kurz Anschreiben
    (wird fälschlicherweise oft auch Motivationsschreiben genannt, aber das ist etwas anderes),
  • den tabellarischen Lebenslauf
    (und die dazugehörigen Zeugnisse),
  • ein Bewerbungsfoto und
  • die Gestaltung dieser Elemente.

Hinzukommen können außerdem: ein Deckblatt, eine dritte Seite oder Arbeitsproben.
 
Hier sehen Sie, wie eine Bewerbungsmappe typischerweise aufgebaut ist:

Schauen wir uns die einzelnen Bausteine mal etwas genauer an.

Das Anschreiben bereitet Bewerbern oft besonders viel Kopfzerbrechen, weil es individuell sein soll, um sich von anderen Bewerbern zu unterscheiden. Aber wie genau stellt man das an? Was darf man schreiben? Wann wird es unseriös? Wie viel persönliche Einblicke sind zu viel? Und hinzu kommt dieser verfluchte Deutschunterricht der neunten Klasse, der die meisten von uns völlig verkorkst hat, was das Schreiben von Bewerbungen angeht. Wir haben all diese „Regeln“ und den Aufbau gelernt und verinnerlicht, die in großen Teilen einfach nicht mehr zeitgemäß sind. Diesem Thema widme ich sicher bei Gelegenheit auch noch einen laaangen Blog-Artikel.
 
Wissen Sie was? Auch wenn ich leidenschaftlich gerne Bewerbungen für meine Kunden schreibe – meine eigenen haben auch mir weniger Spaß gemacht. Nicht, weil ich nicht wusste, wie eine gute Bewerbung aussehen muss. Sondern weil es mir schwergefallen ist, mich und meine Stärken so zu präsentieren, dass es nicht nach Eigenlob stinkt. Außerdem hatte ich Probleme, mich kurzzufassen und zu entscheiden, was gestrichen werden kann. Für uns selbst sieht erst einmal alles wichtig aus und wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

 
Wie sieht es bei Ihnen aus? Kennen Sie Ihre Stärken und Schwächen? Je besser Sie sich selbst kennen, desto besser können Sie ein überzeugendes Anschreiben verfassen. Darin geht es nämlich vor allem um Ihre individuellen Stärken und Ihre Motivation.
 
Ein Bewerbungsanschreiben sollte keine reine Nacherzählung Ihres Lebenslaufs sein, sondern bietet Ihnen die Gelegenheit, sich darüber hinaus vorzustellen. Für die fachlichen Details ist der Lebenslauf da und im Anschreiben geht es darum, einen roten Faden und persönliche Antworten auf Fragen wie diese zu liefern:

  • Wer sind Sie und was zeichnet Sie persönlich und beruflich aus?
  • Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen bzw. warum möchten Sie diesen erlernen?
  • Was bringen Sie mit und warum sind gerade Sie eine gute Wahl für diese Stelle?
  • Was haben Sie bisher gemacht und warum möchten Sie sich nun beruflich verändern?
  • Warum möchten Sie genau zu diesem Unternehmen und warum passen Sie dorthin?

Anforderungen in der Stellenanzeige: Nutzen Sie Belege statt Behauptungen

Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, sollten Sie natürlich auch die Stellenbeschreibung analysieren. Welche Anforderungen müssen Sie erfüllen, welche sind wünschenswert oder von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich? Und dann gehen Sie konkreter darauf ein, um Ihre Passung zur Stelle deutlich zu machen.
 
Für Kundenaufträge gehe ich exakt so vor. Ich vergleiche das gesuchte Profil mit dem Bewerber-Profil und überlege mir dann, welche Erfahrungen und Eigenschaften hervorgehoben werden müssen und wie das ganze so verpackt werden kann, dass es nachvollziehbar, schlüssig und überzeugend wird.
 
Bitte machen Sie dabei nicht den beliebten Fehler, einfach Behauptungen aufzustellen, ohne diese zu belegen. Jeder kann behaupten, teamfähig, lernwillig oder belastbar zu sein, wenn der Tag lang ist. Ich nenne solche reinen Aufzählungen meist despektierlich „Bullshit-Bingo“, weil diese Zeilen leider so gar keine Aussagekraft haben, wenn sie nicht eingeordnet werden.
Begründen Sie deshalb, warum Sie bestimmte Erfahrungen, Kenntnisse oder Fähigkeiten haben und wo bzw. wie Sie sich diese angeeignet haben. Diese Belege sollten sich auch Ihrem Lebenslauf widerspiegeln.
 
Berücksichtigen Sie außerdem Formalia wie zum Beispiel die richtige Adressierung (am besten an einen konkreten Ansprechpartner), eine eindeutige Betreffzeile oder die Beschränkung auf maximal eine Seite.
 
Falls Sie Ihre Bewerbung per E-Mail verschicken, kopieren Sie den Text des Anschreibens bitte niemals direkt in die E-Mail. Sie wissen nie, bei dem die E-Mail landet und wie sie dargestellt wird. Sie machen sich immerhin extra Mühe mit der Gestaltung, damit alles schön zusammenpasst und beim Empfänger kommt der Text dann an „wie Kraut und Rüben“. Weisen Sie daher einfach nur kurz und bündig darauf hin, dass Sie Ihre Unterlagen gebündelt in einer PDF-Datei anbei mitsenden, inkl. Anschreiben.

Vermeiden Sie zwei weitere typische Bewerbungsfehler

Wenn Ihre Bewerbung Eindruck machen soll, steigen Sie bitte nicht mit Floskeln wie „… mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige auf X gelesen und möchte mich hiermit bei Ihnen als Y bewerben“. Solche Einstiege – ich nenne Sie gern „Sätze aus der Hölle“ – sind erstens langweilig und haben zweitens überhaupt keine Aussagekraft. Dass Sie sich bewerben, ist ohnehin klar. Ansonsten hätte die zuständige Person Ihre Unterlagen nicht gerade vor sich.
 
Starten Sie mit etwas Spannendem über sich, vielleicht sogar etwas Frechem, das Interesse weckt und neugierig auf Ihre Person macht. Bleiben Sie aber authentisch – schließlich wollen Sie sich ja später beim Vorstellungsgespräch nicht verstellen müssen.  
„Hätte, hätte, Fahrradkette!“

Wenn Sie dann noch Ihre Argumente aktiv formulieren und Konjunktive wie „würde“ oder „könnte“ meiden und statt „Ich würde mich freuen …“ eine selbstsichere Handlungsaufforderung „Ich freue mich auf Ihre Einladung“ verwenden, ist Ihre Bewerbung viel überzeugender. Sie sind kein Bittsteller sondern haben mit Ihrer Erfahrung und Motivation etwas anzubieten, das Ihr zukünftiger Arbeitgeber sucht. Dafür müssen Sie sich nicht klein machen und unter Wert verkaufen. Verwenden Sie besser Formulierungen, die Zuversicht ausdrücken, ohne dabei zu übertreiben, wie z.B.: „Sehr gern überzeuge ich Sie im Rahmen eines persönlichen Gesprächs von mir und meinen Fähigkeiten“.

Während es im Bewerbungsanschreiben um Ihre Persönlichkeit, Ihre Soft Skills, Erfahrung und Motivation geht, listet der Lebenslauf übersichtlich und sachlich alle „harten Fakten“ über Ihren beruflichen Werdegang auf. Kompetenzen und Fähigkeiten, die Sie im Anschreiben erwähnen, sollten sich darum im Lebenslauf wiederfinden.

 
Klassischerweise startet der Lebenslauf mit Ihren persönlichen Daten (übrigens: Familienstand, Staatsangehörigkeit und Konfession müssen Sie nicht unbedingt angeben) sowie Ihren Kontaktdaten und konzentriert sich dann auf Ihre Berufserfahrung wie bisherige Positionen und Praktika und Qualifikationen, also Berufsausbildungen, Studiums- und Schulabschlüsse, Weiterbildungen etc.

 
Wichtig ist, dass Sie diese Punkte nicht nur im zeitlichen Verlauf auflisten, sondern dem Personaler einen Einblick in Ihre Tätigkeitsschwerpunkte ermöglichen. Dazu sollten Sie mindestens bei Ihrer letzten Stelle stichpunktartig Ihre Hauptaufgaben und Erfahrungen beschreiben. Idealerweise passen diese natürlich zu der Stelle, auf die Sie sich bewerben.
 
Achten Sie außerdem darauf, Lücken im Lebenslauf, die länger als drei Monate dauerten, kurz zu erläutern (berufliche Neuorientierung, Elternzeit etc.). Unter dem Punkt Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten führen Sie zum Beispiel stellenrelevante Sprach- und EDV-Kenntnisse oder Führerscheine auf.

 
Ehrenämter und Hobbys bzw. Interessen sind optional. Geben Sie sie nur dann an, wenn sie Ihre Eignung für den Job untermauern oder so ungewöhnlich sind (im positiven Sinne), dass sie gut als Aufhänger in einem Vorstellungsgespräch dienen können. Als Eisbrecher für den Anfang ist es nämlich schöner, über etwas zu sprechen, das einem Sicherheit gibt und persönlich Spaß macht. So verfliegt die Nervosität schon etwas, bevor es losgeht.
 
Dazu noch ein Tipp: Möchten Sie mit Ihren Freizeitaktivitäten dem Lebenslauf eine persönliche Note geben, verzichten Sie auf Überbegriffe wie Lesen, Musik oder Sport, sondern werden Sie präzise. Welches Buchgenre oder welcher Autor begeistert Sie konkret? Welche Sportart treiben Sie genau? Hören Sie eine bestimmte Form von Musik oder spielen Sie vielleicht selbst ein Instrument? Darüber kann man sich nämlich gut unterhalten.
 
Und vergessen Sie zum Schluss nicht, Ihren Lebenslauf mit Ort, Datum und Ihrer Unterschrift zu versehen. Diese ist nicht verpflichtend, rundet aber den Gesamteindruck ab. Sollten Sie aus Datenschutzgründen Bedenken haben, spricht aber nichts dagegen, auf eine eingescannte Signatur zu verzichten und eine passende Schriftart Ihres Textprogramms zu nutzen.

Rein arbeitsrechtlich dürfen Bewerbungsfotos schon seit Jahren nicht mehr eingefordert werden ‒ und es wäre spannend zu sehen, was passieren würde, wenn ab morgen jeder darauf verzichten würde. Leider setzt es sich im deutschsprachigen Raum bis heute nicht so richtig durch, dass auch Bewerbungen ohne Foto sehr gut sein können. Offiziell wird es niemand zugeben, aber hinter den Kulissen ist ein fehlendes Foto immer noch ein Hauptgrund, um Bewerber im ersten Durchgang auszusortieren.
 
Selbstverständlich ist das nicht überall so und es gibt auch Ausnahmen. Besonders Konzerne, die international agieren, stellen ihre Prozesse nach und nach um. Aber ich rate Ihnen, das Risiko einfach zu minimieren und sich für ein Foto zu entscheiden. Zumal ein sympathisches Bewerbungsfoto positive Emotionen wecken kann. Personaler sind schließlich auch nur Menschen – auch wenn Sie persönlich vielleicht andere Erfahrungen gemacht haben. 😉
 
Lassen Sie Ihre Bilder darum bitte von einem Profi (zum Beispiel von mir) anfertigen. Ein guter Fotograf weiß genau, wie man Sie passend in Szene setzt. Selfies oder Schnappschüsse von Familienmitgliedern oder Freunden wirken dagegen unprofessionell und können den Eindruck erwecken, dass Sie es mit Ihrer Bewerbung nicht ernst meinen. Ich rate immer dazu, alles zu vermeiden, was irritieren kann oder was man gegen Sie auslegen kann.
 
Falls Sie sich fragen, wie Sie sich für ein Bewerbungsfoto-Shooting am besten stylen: Überlegen Sie sich, wie Sie zum Vorstellungsgespräch erscheinen bzw. welche Kleidung Sie in Ihrem künftigen Job tragen würden. Für die Frauen: Setzen Sie auf ein dezentes Tages-Make-up. Und ganz wichtig: Bleiben Sie authentisch! Suchen Sie sich also einen Fotografen, mit dem Sie entspannt arbeiten können und „verkleiden“ Sie sich nicht zu sehr. Wenn Sie sich unwohl fühlen, sieht man das an Ihrer Körpersprache und Mimik. Lassen Sie sich am besten vom Fotografen Ihres Vertrauens beraten und nehmen Sie verschiedene Outfits zur Auswahl mit.

Auch das Layout Ihrer Bewerbung ist eine individuelle Angelegenheit. Nutzen Sie deswegen die Chance, auch optisch aus der Masse herauszustechen. Sie glänzen mit Ihrer Mappe, wenn Sie die folgenden Punkte beachten:

  • Übersichtlichkeit und klare Strukturen: Man sollte die wichtigsten Punkte sofort finden. Arbeiten Sie also mit Absätzen bzw. Abschnitten, klaren Über- und Zwischenüberschriften und lassen Sie den Dokumenten „Platz zum Atmen“. Mit Leerzeilen usw. geben Sie den Informationen Raum zu wirken.
  • Lesbarkeit: Verwenden Sie eine gut lesbare Schriftart und Schriftgröße
  • Einheitlichkeit: Damit Ihre Unterlagen wie aus einem Guss aussehen, nutzen Sie nicht zu viele Schriftarten und Farben durcheinander. Arbeiten Sie auf dem Deckblatt, im Anschreiben und im Lebenslauf mit den gleichen Stilelementen und Schriften. So lässt sich ein roter Faden erkennen.

Je nach Branche ist es in manchen Fällen sinnvoll, nach dem Lebenslauf noch eine dritte Seite oder zusätzlich zu den Zeugnissen noch Arbeitsproben einzureichen.
 
Die dritte Seite kann zum Beispiel zusätzliche Informationen liefern wie Details zu Fachkenntnissen oder Projekteinsätzen, zu wissenschaftlichen Publikationen und Lehraufträgen oder als ergänzendes Motivationsschreiben. Mit dieser zusätzlichen Seite können Sie die restlichen Bewerbungsunterlagen entlasten, wenn der Platz zu knapp wird. Viel hilft aber nicht viel. Nutzen Sie diese Option also nur, wenn sie wirklich Mehrwert liefert. Nicht, weil Sie denken, dass es Eindruck macht, wenn Ihre Bewerbung besonders lang ist.
 
Die Präsentation von Arbeitsproben ist empfehlenswert, wenn (visuelle) Eindrücke Ihr Können besser vermitteln als das Anschreiben. Arbeitsproben oder Portfolios bieten sich in den Bereichen Journalismus, Grafik-/Web-/Design, Fotografie, Film, Architektur usw. an.

Ihre Bewerbung ist Ihre persönliche Visitenkarte – gestalten Sie sie sorgfältig

Jetzt wissen Sie schon eine ganze Menge darüber, wie eine erfolgreiche Bewerbung aussehen sollte. Wenn Sie dieses Wissen nun anwenden, bin ich überzeugt, dass Sie eine wesentlich persönlichere, authentischere und überzeugendere Bewerbung schreiben als mithilfe irgendwelcher Mustervorlagen aus dem Internet.
 
Ein letzter Tipp, damit Ihre Arbeit sich auch wirklich lohnt:
 
Bevor Sie Ihre Bewerbung abschicken, lassen Sie Ihre Unterlagen nochmal von einer anderen fähigen Person Korrektur lesen.
Wir neigen bei unseren eigenen Texten zu einer gewissen Betriebsblindheit. Das geht mir übrigens nicht anders. Je häufiger Sie einen Text lesen und bearbeiten, desto weniger fallen manche Fehler auf. Eine Bewerbung ist aber immer auch eine erste Arbeitsprobe für Ihren potenziellen Arbeitgeber. Flüchtigkeitsfehler machen daher keinen besonders guten ersten Eindruck und vermitteln ein Bild davon, wie Sie Ihre Arbeit machen.
 
Ich hoffe, Sie haben nun einen guten Überblick über den Aufbau einer guten Bewerbung erhalten und können nun mit dem Schreiben loslegen. Oder haben Sie noch Fragen?
 
Auf meiner Website finden Sie noch weitere Hinweise und wenn Sie einfach gar kein Land mehr sehen, schreiben Sie mir einfach eine E-Mail. Ich unterstütze Sie herzlich gerne und dann gehen wir diesen Weg ein Stück weit gemeinsam.